FILIA organsisiert den Bau einer Schule in Mali

2,- € pro Brille als Spende

Bob Geldorf und die Musiker der Live8-Konzerte haben der Weltöffentlichkeit im Juli 2005 mal wieder die Dringlichkeit der nötigen Afrikahilfe verdeutlicht. Im schottischen Gleneagles trafen sich kurze Zeit später die führenden Industrienationen, um u.a. über die zukünftige Entwicklungshilfe und den Schuldenerlass in Afrika zu debattieren.

Dadurch ist vielen Menschen erneut bewusst geworden, dass gehandelt werden muss - doch nur wenige werden wirklich aktiv.

Nach unserem Nothilfeprojekt „Brillen für Mali“, möchten wir nun langfristig und nachhaltig Hilfe in Mali leisten, um den dort lebenden Menschen Zukunftsperspektiven zu ermöglichen.

So kamen wir zu dem Entschluss, dass es in einem Land mit 72%iger Analphabetenquote sinnvoll ist, Bildung zu fördern und eine Schule zu bauen. Mali, 3 mal so groß wie Deutschland, besteht zu 2 Dritteln aus Wüste. Schulen existieren häufig nur in den wenigen größeren Städten, sodass die Schulbildung in rießigen ländlichen Gebieten für die Kinder nur schwer realisierbar ist. Sind ausreichend finanzielle Mittel vorhanden, leben Kinder teilweise über viele Jahre getrennt von ihren Eltern bei Verwandten in der Stadt, um eine Schule zu besuchen. Bei unserem malischen Kontaktmann Bakary Keita leben neben seinen eigenen 3 Kindern noch 4 weitere Kinder der fernen Verwandtschaft, um die Schule in Markala besuchen zu können.

Durch die Unterstützung der Nichtregierungsorganisation Mali-Hilfe, in der wir seit 2 Jahren aktiv sind, ist es uns möglich, mit ca. 4000,- EUR „Eigenkapital“ die Finanzierung bzw. die Errichtung einer Schule in einer der ärmsten Regionen der Welt, der Sahelzone Malis, auf die Beine zu stellen. Wenn wir diese Summe zusammentragen, wird der 1. Vorsitzende der Mali-Hilfe, Peter Brucker, zusätzliche finanzielle Mittel beim Bundesministerium für Zusammenarbeit beantragen und gemeinsam mit uns mit der Planung der Schule beginnen. Die Errichtung und Finanzierung der Schulgebäude durch die Mali-Hilfe wird erst realisiert wenn die örtlichen Behörden die langfristige Bezahlung der Lehrer zusichern.

Um diese Summe zu erwirtschaften, werden wir pro verkaufter Brille in unserem Geschäft am Druselturm 2,- EUR projektgebunden an die Mali-Hilfe spenden.

Gleichzeitig möchten wir alle Freunde, Bekannte und Geschäftspartner, die schon immer davon sprachen, dass es Zeit sei sinnvoll Hilfe zu leisten, aufrufen, uns bei diesem Projekt zu unterstützen. Es besteht die Möglichkeit, Patenschaften für eine Schule zu übernehmen.

 

Spendenkonto: Mali-Hilfe e.V.

Kennwort: „Schule für Mali“

KSK Morbach BLZ 58751230 Konto Nr. 10030740

 

Die Musikschule im Kutscherhaus (MIK) aus hat mit einem Benefizkonzert zugunsten des Projektes 680 EUR erspielt.

Uns ist es besonders wichtig, dass unsere Gelder ohne große Abzüge für Verwaltungsapparate direkt vor Ort eingesetzt werden. Alle Mitarbeiter der Mali-Hilfe in Deutschland und Mali arbeiten ausschließlich ehrenamtlich, so dass nur ein Verwaltungsaufwand von ca. 2 - 3% entsteht. Von der gewissenhaften Arbeit in Mali konnten wir uns persönlich überzeugen. In den letzten Jahren hat die Mali-Hilfe Projekte im Wert von 750.000 EUR im Bereich med. Vorsorge, Wasserversorgung und Schulbau realisiert. 

Peter Brucker, der 1. Vorsitzende der Organisation ist für seine vorbildliche Arbeit mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden.

IUnser besonderer Dank gilt Peter Brucker , Bakary Keita und allen Mitgliedern der Mali-Hilfe e.V und allen Menschen die uns bei diesem Projekt unterstützen.

Claudia und Frank Weber


 


 

 

Erfolgreiches Brillenprojekt in Mali - Februar 2006

2004 brachten wir 2500 gebrauchte Spendenbrillen, die wir zuvor gereinigt, vermessen und sortiert hatten mit einem VW-Bus über Saharapisten in das 9000 Km entfernte Mali nach Westafrika. In Markala, dem Wohnort unseres Kontaktmannes Bakary Keita fand die Aktion statt. Markala liegt in der Sahelzone, hat 20.000 Einwohner und ist 35 km von Segou, der zweitgrößten Stadt Malis entfernt. Bakary Keita hatte alles gut vorbereitet. Plakate und Radiodurchsagen kündigten unsere Aktion an.
Wie in Afrika üblich, gab es zu Beginn unserer Aktion eine „kleine Zeremonie“. Circa 200 Menschen, die örtliche Prominenz und das Fernsehen waren gekommen, um uns mit Begrüßungs- und Dankesreden zu empfangen. 5 Polizisten und 5 Gemeindeangestellte standen uns mit Ihrer Hilfe zur Seite. Den großen Ansturm versuchten die afrikanischen Organisatoren mit Wartelisten zu regulieren. Eine augenoptische Versorgung nach europäischem Vorbild existiert in Mali nicht, daher waren unsere Spendenbrillen aus Kassel auch sehr begehrt. Einige Menschen kamen weit aus dem Hinterland angereist und nahmen lange Wartezeiten in Kauf, um eine geeignete Sehhilfe zu bekommen.
Durch die hohe UV-Strahlung, die ständigen Sandverwehungen und den mangelnden Schutz der Augen, kamen viele Menschen mit Augenkrankheiten zu uns. Darunter auch viele Kinder.

Am 2. Tag unserer Aktion waren wir in einer Schule aktiv und konnten dort ca. 130 Schüler mit Brillen versorgen. Abends kamen dann die Eltern zu unserem Kontaktmann und bedankten sich, dass ihre Kinder nun endlich die Tafel sehen konnten. Insgesamt haben wir 780 Menschen mit geeigneten Sehhilfen versorgt.
Ermöglicht wurde uns das Vermessen einer so großen Zahl von Menschen durch ein Handautorefraktometer der Firma BON-Optic aus Lübeck.
Mit diesem modernen Gerät war es uns möglich, die Augen sozusagen im Schnellverfahren  zu scannen und die Stärke der benötigten Brille zu bestimmen.
Am vorletzten Tag unserer Aktion berichtete Mali-TV im Fernsehen über uns, woraufhin am letzten Tag der Ansturm der Menschen nicht mehr zu kontrollieren war. Die wartenden Menschen hatten  Angst keine Brille mehr zu bekommen. 15 weitere Polizisten wurden nachgefordert, um uns das Verlassen des Gebäudes mit unsrer Ausrüstung zu ermöglichen.
Unserer besonderer Dank gilt der Organisation Mali-Hilfe e.V. .  Seit mehr als 15 Jahren  verwirklicht der Verein Mali-Hilfe Projekte im Bereich Schulbau, der med. Grundversorgung (Entbindungsstationen), der Versorgung mit sauberem Wasser und der Viehzucht.



Infos: 0561 / 77 16 04      www.mali-hilfe.de

(Rechtlicher Hinweis)

 

 

 

 

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